Auf Fotos kann ich einfach nicht lächeln! 4 Tipps, damit es trotzdem klappt

16. Januar 2017

Jede Woche fotografiere ich in Unternehmen Menschen, die anfangs sagen, sie hassen mögen es überhaupt nicht, fotografiert zu werden und mir versichern, sie könnten auf Fotos einfach nicht lächeln. Unter uns gesagt: Es geht ja gar nicht darum, dass man lächeln „tut“, sondern das „es“ passiert, aber das führt jetzt zu weit. Der Vergleich mit dem Besuch beim Zahnarzt liegt nahe, nur dass es meinem Zahnarzt herzlich egal ist, ob ich bei aufgesperrten Mund ein bisschen vor mich hin leide, die Stirn in Falten lege und ihm gehässige Blicke schicke. Sein Ziel ist es, meine Zähne zu flicken, und zwar langfristig. Wenn Sie Fotos von sich machen lassen, möchten sie kompetent, sicher, aufrichtig und authentisch rüberkommen – super! Und dafür braucht es Sie, denn was beim Zahnarzt kein Problem ist, funktioniert beim Fotografen nicht!
Miesepeterlaune, aber auch Trauer oder Anspannung ist für ein Business-Fotoshooting nicht förderlich (Lesen Sie mehr über eine gute Vorbereitung auf ein Shooting, Teil 1 und Teil 2). Im Klartext heisst das: loslassen. Atmen, sich entspannen und die Vorurteile vom Fotografieren-ist-soo-schrecklich mit einem Schwung aus dem Kopf und Körper befördern. Ausserdem ist der Fotograf hoffentlich achtsam, kriegt Stimmungsänderungen sofort mit und kann sie auffangen. Aber was hilft denn nun beim Lächeln? Und nein, ich rede nicht von einem „Mundwinkel hochziehen“, sondern von einem echten Lächeln, dass einfach passiert, weil Ihnen danach ist.

Hier die wichtigsten Tipps für ein echtes Lächeln:

  1. Augen schliessen und sich vorstellen: Warum machen Sie genau das, was sie beruflich tun? Was motiviert Sie? Sie gewinnen damit einen Moment Abstand in der aktuellen Situation, der Gesichtsausdruck verändert sich in der Regel umgehend. Denken Sie an Ihren letzten Kunden zurück, der sehr zufrieden war. Wie fühlt sich das bei Ihnen an, wenn Sie merken: Ihre berufliche Leidenschaft bewegt andere?
  2. Sich bewusst machen: Sie arbeiten MIT dem Fotografen zusammen, um Fotos zu erhalten, die am Schluss Ihre Kunden überzeugen. Das ist das Ziel. Das Shooting ist nur das Mittel.
  3. Stellen Sie sich vor, Sie treffen einen potentiellen Kunden das erste Mal. Fällt es Ihnen jetzt noch schwer, in Gedanken auf die Person zuzugehen, um ihr – lächelnd – die Hand zu geben?
  4. Lächeln ist nicht alles. Und wenn’s nicht von selbst passiert, hilft auch künstliches Lächeln nicht. Das wirkt nämlich nicht. Wissen Sie, wie wir intuitiv ein echtes von einem künstlichen Lächeln unterscheiden können? Dazu nächstes Mal mehr. Jetzt aber erstmal viel Spass und ein kurzweiliges Shooting! Das wünscht herzlich Frederike