Warum Ein Foto manchmal Kein Foto ist

30. März 2016

„Können Sie nach XYZ kommen, um ein Foto von mir zu machen?“ Diese Frage höre ich oftmals von einem Unternehmer oder einer Unternehmerin. Für ein Porträt, das eine Redaktion in Auftrag gibt, um es in einer Tageszeitung oder einem Magazin zu publizieren, macht das Sinn. Ein kurzes, durchstrukturiertes Shooting. Hier geht es um eine Ästhetik, die zu dem Medium passt, in welchem das Foto erscheinen wird. Am Schluss wird dann eins oder mehrere Fotos augesucht, nach den Vorgaben bearbeitet und gedruckt. Tipptopp.

Wenn der Auftraggeber aber keine Redaktion, sondern ein Unternehmen oder Unternehmer selbst ist, rate ich aus zwei Gründen von diesem Vorgehen ab. Die Wahrheit ist: Sie brauchen Zeit, sich auf den Fotografen einzustimmen und umgekehrt. Die meisten Menschen mögen ein Foto-Shooting in etwa so wie eine Inspektion der Steuerbehörde. So steht  Anfangs meist eine gewisse Anspannung oder Aufregung im Raum, die sich erst mit der Zeit löst. Ob das gelungen ist, sieht man später auf den Fotos. Mit etwas mehr Zeit kann der Fotograf/in auch auf Sie und Ihr Business eingehen und das passgenau.

Der andere Grund ist ein ganz praktischer. Heute brauchen Sie vielleicht genau ein Foto. In zwei Monaten möchten Sie aber einen Flyer bebildern, planen einen Messestand und brauchen dafür Marketingmaterial. Oder Sie möchten Ihre Social-Media Profile professionalisieren, brauchen gute Fotos von Ihren Räumlichkeiten oder ihrem Produkt. Denken Sie vorrausschauend. Ein guter Fotograf „fühlt Ihnen auf den Zahn“ und klärt in einem Vorgespräch genau ab, was für Sie und Ihr Unternehmen Sinn macht.