Samuel über sein Praktikum bei FAP: Veränderung steht an!

13. Juli 2018

Der Abbruch
Nach den Herbstferien 2017 merkte ich, dass mir die Lehre zum Polymechaniker, die ich im Sommer begonnen hatte, gar nicht wirklich gefiel. Aufhören war aber vorerst keine Option: Ich hatte Angst davor, keine Anschlusslösung zu finden. Zudem dachte ich, es sei meine einzige Option, sei später Geld zu verdienen. Vorsichtshalber ging ich aber trotzdem zur Berufsberatung. Heraus kam, dass ich wohl weiterhin unglücklich wäre mit dieser Berufswahl – meine Talente und Interessen liegen im Bereich Fotografie, Film und Soziales.  Die Berufsberatung empfahl mir den Abbruch der Lehre, denn ohne vertieftes Interesse ist das Niveau der Fachhochschule bei einer Polymechaniker-Lehre kaum zu halten. Bis zum Semesterende zog ich es noch durch, und war mehr als bereit für etwas Neues.

Die Veränderung
Für mich war klar, dieses Neue sollte etwas mit Fotografie zu tun haben. Mir und meinem Vater kam die Idee, einfach allen Berufsfotografen im Raum Bern eine Praktikumsanfrage zu schicken. Ich bekam erstaunlich viele Antworten, jedoch auch viele Absagen. Doch dann antwortete mir Frederike Assel bot mir ein Gespräch im Impact Hub Bern an.

Der Anfang
Wir wurden uns einig! Frederike hat mich ins Social Media Marketing eingeführt, und mich motiviert, mich intensiver mit dem Bildbearbeitungsprogramm Lightroom zu beschäftigen. Ich habe sie an mehrere Aufträge als Assistent begleitet, einmal in einer Augenklinik im Kanton Zürich und in einem Pflegeheim im Kanton Bern. Dort haben wir Fotos für Jahresberichte und die Neuausrichtung der jeweiligen Homepages gemacht. Der Einsatz mit Frederike im Altersheim war für ich besonders spannend, denn Frederike hatte einen guten Shooting-Plan in Zusammenarbeit mit der Leitung erarbeitet und ging strukturiert vor. Erstaunt war ich, wie viel Freude die Senioren hatten, fotografiert zu werden. Sie waren mit Ausdauer bei der Sache und ganz stolz, abgebildet zu werden – das spiegelt sich in den Fotos wider.
Später führte Frederike mich in Blitztechniken ein, und ich konnte mein Wissen direkt an Events des Impact Hub Bern anwenden sowie Imagebilder der Räumlichkeiten unter ihrer Anleitung selbst gestalten. Später führte mich dann dieses Wissen zusammen mit Frederike auf den Gurten, auf dem wir eine Konferenz fotografierten. Dort habe realisiert, wie wichtig ein sehr gutes Gespür ist, wann und wie fotografieren in Gruppen angebracht ist und Tricks gelernt, wie man sich zurücknehmen kann.

Das Jetzt
Ich habe bis jetzt sehr viel von diesem Praktikum profitiert – in der Fotografie konnte ich mich sehr verbessern und weiterentwickeln. Ich suche weiterhin nach einer Lehrstelle als Fotofachmann, bei dem ich mein gelerntes Wissen einbringen und vertiefen kann und hoffe sehr auf die Chance eines Lehrbetriebs. Das Praktikum hat mir sehr geholfen, in dieser herausfordernden Zeit eine Struktur zu haben, und weiterhin täglich an meinem Ziel zu arbeiten.

Autor : Samuel Letsch (links im Bild)

 

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